Iles des Saintes (02.02. - 03.02.2017)

Blick auf die Ankerbucht vor Bourgh, dem Hauptort der Iles des Saintes
Blick auf die Ankerbucht vor Bourgh, dem Hauptort der Iles des Saintes

Unser auf Dominica bestelltes Ersatzteil wird irgendwann doch noch geliefert, und wir laufen endlich aus Richtung Guadeloupe.

Auf dem Weg dorthin machen wir Station auf den Iles des Saintes, einer kleinen französischen Inselgruppe im Süden von Guadeloupe.

Der Hauptort Bourg ist zwar touristisch geprägt, hat aber durchaus seinen eigenen Charme, eine Mischung aus karibischem Fischerdorf und südfranzösischem Touristenort.

Pelikane gibt es auf vielen Antillen, sie sind sogar so häufig, dass bei uns ist ein lakonisches "Pelikan" zum Running Gag geworden ist, wenn mal wieder einer über unser Boot fliegt oder uns auf einem Boot oder Pfosten sitzend beim Dinghy-Fahren zusieht.

 

In Bourg scheinen die Pelikane verstanden zu haben, das bei den Fischrestaurants am Strand zur Mittagszeit etwas zu holen ist...

Sonnnuntergang vor den Iles des Saintes
Sonnnuntergang vor den Iles des Saintes
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Dominica entdecken (24.01. - 01.02.2017)

Wir liegen gut eine Woche lang direkt vor dem PAYS Dock, Prince Rupert Bay
Wir liegen gut eine Woche lang direkt vor dem PAYS Dock, Prince Rupert Bay

Dominica gefällt uns richtig gut, wir beschließen, hier eine gute Woche zu bleiben. Wir nutzen diese Gelegenheit, ein Ersatzteil für unseren Klemmenblock beim örtlichen Marine-Zubehörhändler zu bestellen. Das Ersatzteil muss aus St. Martin geliefert werden und soll in „drei bis vier“ Werktagen ankommen (mit der Zeit stellt sich heraus, dass diese Angabe stark dehnbar ist - wir bleiben also länger als geplant).

 

Unsere Basis in Prince Rupert Bay ist die Boje direkt in "Pole Position" keine 50 m entfernt vom PAYS Dock. Dort finden auch die sonntäglichen PAYS Grillparties statt, die eine großartige Gelegenheit sind, andere Segler und die Leute von PAYS (Achtung, Link geht zu Facebook) kennenzulernen.

Cabrits

Blick von den Cabrits auf Prince Rupert Bay und Portsmouth
Blick von den Cabrits auf Prince Rupert Bay und Portsmouth

Wir haben also genug Zeit und unternehmen einige Ausflüge auf der Insel.

Eine kleine Wanderung auf die nahe gelegene Anhöhe Cabrits führt uns zu den Ruinen der britischen Garnisonen. Die von Pflanzen überwachsenen Commanders Quarters sind besonders spektakulär. Leider ist die durch das Blätterdach fallende Mittagsonne für gute Fotos viel zu hart, aber etwas Geduld wird belohnt. Es schiebt sich glücklicherweise eine Wolke vor die Sonne und ermöglicht es, die magische Stimmung des Ortes einzufangen. Erinnerungen an D&D-Abende und Abenteuer in gewissen virtuellen Welten werden wach.

Ruinen der Commanders Quarters auf den Cabrits
Ruinen der Commanders Quarters auf den Cabrits

Ausflug mit "Providence"

Mit Martin „Providence“ unternehmen wir eine Taxi-Tagestour über die Insel. Martin ist ein hervorragender Guide, der uns auch zu interessanten, eher privaten Orten abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten bringt. 

Wir machen unter anderem Station bei einer seiner Bekannten, die neben ihrem Haus einen großen tropischen Gemüsegarten unterhält. Wir sehen in dem waldähnlichen Garten viele Pflanzen, deren Produkte wir nur vorbereitet kennen: blühende Cashew-Sträucher, Kakao-Bäume, Vanille, ein Zimtbaum, Okra, Calabash, Papaya, Mango, Kokosnüsse und vieles mehr.

Unser Guide ist auch ein hervorragender Koch (er gibt auf Anfrage sogar karibische Kochkurse), der uns im Garten viel über karibische Warenkunde erzählt.

Karibischer Gemüsegarten: Cashews, Kakao, Zimt

Cold Soufriere

Auf unserem Weg liegt der Cold Soufriere, ein Gebiet, in dem vulkanische Gase aus dem Erdboden strömen. Da die aktive Zone weit unter dem Erdboden liegt, sind Wasser und Gas kalt (im Gegensatz zum Boiling Lake im Süden der Insel).

Vegetation um den Cold Soufriere
Vegetation um den Cold Soufriere

Entlang der Ostküste

Weiter gehts entlang der Ostküste der Insel. Bei einem Zwischenstopp an einer Strandbar werden Teile unserer kleinen Gruppe zum Domino-Spielen "verhaftet".

Blick auf die Luvseite der Insel
Blick auf die Luvseite der Insel

Red Rocks

"Red Rocks" an der rauen Ostküste ist ein besonderes Erlebnis. Die schwere, rötliche Erde bildet faszinierende Schluchten und Hügel. Es gibt sogar kleine begehbare Höhlen in der Erde.

Brandung vor Red Rocks
Brandung vor Red Rocks
Tief eingegrabene Schluchten in den Red Rocks
Tief eingegrabene Schluchten in den Red Rocks

Red Rocks ist über ein privates Grundstück erreichbar, das zwei Rastas gehört. Mit Rasta-Gruß werden wir begrüßt, und sie laden sie uns zu einem Blick in ihren Gemüsegarten - und ihren Kochtopf - ein. 

"Healthy Rasta Food, only home-grown vegetables!" Der Eintopf besteht unter anderem aus Papaya und Kokos, wir werden sogar zum Probieren ermuntert - und es schmeckt wirklich großartig!

Alte Bay Rum-Distille am Fluss

Zum Ende der Tour gibt es noch eine Abkühlung bei einem Bad in einem kleinen Flüsschen. Direkt um die Ecke stehen die Ruinen einer alten Distille, in der früher Bay Leaves zu Bay Rum verarbeitet wurde, der Basis für einige Parfüms und After Shaves ist (z. B. Old Spice Aftershave). In unserer Bordküche kochen wir Bay Leaves inzwischen auch manchmal mit, um karibischen Speisen ein typisches, würziges Aroma zu geben.

Und nach einem langen, durchaus anstrengenden Tag verschwindet "Providence" plötzlich kurz in den Büschen, um für jedes Boot eine prachtvolle Blüte aus dem Urwald zu holen. Unser Exemplar schmückt noch weitere zwei Wochen unser Cockpit.

 

Vielen Dank für die großartige Tour, Martin!

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Dominica - am Indian River

Die "Indian River Tour" mit dem Holzboot ist eines der "Must Do" Highlights in Portsmouth. Wir haben Glück und kommen noch in einem Boot mit anderen Crews unter. Wir sind ein maximal vollbesetztes Boot mit vielen Kindern, was die Tour recht unterhaltsam macht.

Unser Guide ist Martin Carriere, der den Yacht- und Tourservice "Providence" hat.

Nachdem wir die Mündung des Indian Rivers hinter uns gelassen haben, wird der Außenborder abgeschaltet und unser Guide Martin rudert uns den Fluss hinauf.

Auch hier gibt es einen Drehort aus dem Film "Fluch der Karibik", die Hütte einer creolischen Hexe ("The Calypso Hut"). Die Kinder dürfen auf das kleine Dock klettern und werden von den stolzen Eltern fotografiert. Der einzige Junge in der Gang hat sogar gerade Geburtstag und wird noch ein wenig gefeiert. 

Calypso Hut am Indian River
Calypso Hut am Indian River

Dann geht es weiter flussaufwärts, bis wir an einem schönen kleinen botanischen Garten mit der Urwaldbar von "Cobra" anhalten. Da wir unsere Tour am frühen Morgen unternehmen, ist sie nicht geöffnet. Kein Problem, ist ja noch nicht Sherry-Time.

Unser Guide Martin geht im Urwald für die Gruppe einige Kokosnüsse suchen und wir dürfen zusehen, wie man so eine Nuss mit einigen gezielten Machetenschlägen so öffnet. War lecker!

Wanderung am Indian River

Zwei Tage später laufen wir noch einmal auf einem schönen Trail in das Waldgebiet des Indian River und freuen uns an der üppigen Vegetation, den Vogelstimmen und den vielen Bächen und Zuläufen zum River.

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Dominica - von Roseau in die Prince Rupert Bay (22. - 23.01.2017)

Sonnenuntergang in Roseau
Sonnenuntergang in Roseau

Dominica, die grüne Insel

Von Süden kommend suchen wir uns einen Übernachtungsplatz in Roseau, der Hauptstadt von Dominica. Wir möchten gern an eine Mooring-Boje, weil die hier recht gut sein sollen und der Platz zum Ankern nicht ganz optimal ist. Wie üblich werden wir schon weit draußen "abgefangen", diesmal von einem Yachthelfer mit dem Businessnamen "Sea Cat".

Nachdem wir uns nochmal umlegen müssen, weil die Boje zu dicht an einer anderen liegt, ist alles gut. Beim Einlaufen sieht Martin zufällig die "Step by Step 2" auf dem AIS. Wir haben Andreas und Anja 2015 auf dem Blauwasserseminar der Boot in Düsseldorf kennengelernt, zwischendurch ist der Kontakt aber eingeschlafen - also anfunken!

Wir treffen uns später bei einem sehr sehenswerten Sonnenuntergang zu einem netten Sundowner (oder doch zwei...) und lernen dort auch noch die Crew der "Diana" kennen.

Ein bisschen irritierend ist die lokale Angewohnheit, Müll am Strand von Roseau zu verbrennen. Wir haben morgens Ascheflocken auf dem Boot, die wir mit ein paar Pützen Meerwasser wegspülen. 

Roseau

Wir müssen noch einklarieren, Customs und Immigration befindet sich in Roseau am Dock für die großen Kreuzfahrtschiffe, natürlich am weitest entfernten Punkt von der Ankerbucht aus. Wir hätten mit dem Dinghy sicher eine halbe Stunde durch die Bucht und dann ganz außen um das dort liegende Kreuzfahrtschiff gebraucht, daher gönnen wir uns morgens zusammen mit der schwedischen Yacht von nebenan ("Resolute") den Luxus eines Wassertaxis. Das Wassertaxi ist richtig schnell (die Behörde eher sosolala), aber insgesamt hat das den Vorteil, dass wir anschließend zügig loskommen. 

 

Übrigens, Dominica ist im Vergleich zu St. Lucia ein Schnäppchen: Gebühr fürs Einklarieren 10 EC statt 100 EC.

Portsmouth (Prince Rupert Bay)

Insgesamt stellen wir erfreut fest, dass Dominica Yachtsegler inzwischen sehr willkommen heißt und sich um Sicherheit und guten Service bemüht. Dies wird besonders bei unserer Weiterreise offensichtlich. Wir verlegen uns in den Norden der Insel in die Prince Rupert Bay, wo wir hoffen, etwas ruhiger zu liegen als vor der Hauptstadt. Hier gibt es mittlerweile eine Kooperative von Yachtservice-Leuten, die sich unter dem Namen PAYS (Vorsicht, Link geht zu Facebook) zusammengeschlossen haben.

Sie haben ein Logo, es gibt Einheitspreise für die üblichen Services und Touren, ein Office, das man ansprechen kann und es wurden sehr gute Bojen ausgelegt. Last but not least sorgt PAYS für die Sicherheit der Yachten und Crews, was unter anderem mit dem berühmten Strand-BBQ am Sonntagabend querfinanziert wird. Im Ergebnis fühlen wir uns hier sehr gut aufgehoben, es geht sehr freundlich und zivilisiert zu und man bekommt zu vernünftigen Preise alle erdenklichen Services und Hilfeleistungen.

Auch hier liegen wir zusammen mit der Step by Step 2, der Diana und der Jo'Emi, alles Yachten, die mit dem ARC über den Atlantik gekommen sind und zusammen mit ihren Kindern eine nette Gemeinschaft bilden.

In Portsmouth, dem Hauptort der Prince Rupert Bay und zweitgrößten Stadt der Insel, geht es noch recht karibisch-beschaulich zu. Wir erkunden gleich mal das Business, weil wir ein Ersatzteil aus der Sparte "Yacht Chandlery" benötigen. Drei bis vier Arbeitstage Lieferzeit, aber das passt ganz gut zu unseren Plänen, die Insel ein bisschen zu erkunden. Später stellt sich heraus, dass es drei bis vier karibische Arbeitstage sind, und wir verlängern unseren Aufenthalt etwas...

Dominica hat verschiedene Naturschutzgebiete ausgewiesen und hat eine sehr vielfältige Fauna und Flora. Bei einem Ausflug auf die Cabrits, eine kleine Halbinsel an der Nordseite der Bucht, sehen wir Iguanas, Eidechsen, Kolibris, Soldier Crabs und sogar eine kleine Schlange. (Und - nein, es gibt auf dieser Insel KEINE gefährlichen Tiere!). Ab und zu fliegt sogar ein Pelikan über's Schiff....

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Martinique - die Buchten (16.01.2017 - 22.01.2017)

Wir heilen unseren Hafenkoller, indem wir einige Tage in der Grand Anse D'Arlet und der Anse Mitan bleiben. Die Anse Mitan liegt der Inselhauptstadt Fort de France gegenüber und es fährt eine kleine Personenfähre nach Fort de France, so dass wir noch einen halben Tag in der Stadt verbringen. Ein besonderes Highlight ist die Bibliothèque Schoelcher, die wunderschön anzusehen und ihr eigenes Museum ist, aber den Einwohnern weiterhin als Bücherei tägliche Dienste leistet. Die Bibliothek wurde tatsächlich 1886/1887 in Paris erbaut, später in Einzelteilen nach Fort de France gebracht und dort wieder aufgebaut.

 

Die große Markthalle erinnert uns an die Kleinmarkthalle in Frankfurt, hier in Fort de France gibt es alles zu kaufen, was die Karibik so wachsen lässt.

Der Topf Gold am Ende des Regenbogens findet sich hier in Anse Mitan offenbar direkt in dem kleinen Riff unter dem Seezeichen "Einzelgefahrenstelle", 200 m von unserem Ankerplatz entfernt.

 

Wir haben davon abgesehen, nachzusehen.

Unsere letzte Station auf Martinique ist St. Pierre im Norden der Insel. St. Pierre ist ein idealer Absprungpunkt nach Dominica, daher bleiben wir über Nacht, obwohl man hier sehr hakelig ankern muss. Der erste Eindruck täuscht: es ist zwar vermeintlich viel Platz, aber der Grund fällt schnell steil ab, so dass man nur einen schmalen Bereich hat, in dem die Tiefe und der Untergrund zum Ankern taugen. Leider stellen wir fest, dass unser Lot nicht funktioniert, weil Algen darüber gewachsen sind. Es bleibt uns also nur, uns an den anderen Yachten zu orientieren und die Tiefe zu schätzen. Nach einigen vergeblichen Versuchen finden wir endlich einen passenden Platz, an dem der Anker hält und der Abstand zu den Nachbarn ausreichend groß ist. Wir erkunden noch ein wenig den Ort: in St. Pierre was früher die Inselhauptstadt, wurde aber 1902 aufgrund eines Vulkanausbruchs in wenigen Minuten fast vollständig zerstört bzw. mit Asche bedeckt. Einen Teil der Ruinen hat man stehen lassen und es wird daran der Ablauf und die Vehemenz des Ausbruchs gezeigt.

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Hafentage auf Martinique (08.01.2017 - 16.01.2017)

Das Segel wird abgeschlagen. Gut, dass wir Hilfe gebucht haben.
Das Segel wird abgeschlagen. Gut, dass wir Hilfe gebucht haben.

Es hilft ja nichts - ab und zu muss man auch mal wieder in einen Hafen. Unser Anlass war, dass wir für die Rückreise über den Atlantik gern ein drittes Reff in unser Großsegel haben möchten und es in Marin die beste Infrastruktur weit und breit für so etwas gibt. Gesagt getan - Tage vorher den Hafenplatz für eine Woche reserviert (sonst kann man es vergessen) und mit dem empfohlenen Segelmacher einen Termin vereinbart.

 

Die Woche läuft in etwa so ab:

  • Montag tanken, einlaufen, Schiff festmachen, mehr Leinen ziehen weil wir mit dem Bug ungünstig an der einzigen verfügbaren Mooringleine hängen
  • Dienstag kommen zwei Mitarbeiter vom Segelmacher und basteln das Großsegel ab. Es wird per Schlauchboot zum Segelmacher transportiert. Nachmittags umsonst in die Segelwerkstatt geschlappt (Fehlinfo), dann einen Rigger gefunden, der verspricht, sich um unser Anliegen zu kümmern: "Morgen kommt jemand zu euch!"
  • Mittwoch: 14 kg Wäsche durch den Hafen schleppen, waschen und trocknen, Leinen am Schiff umlegen (um die Bedienung für das Reff vorzubereiten), einen neuen Block am Mast anbauen.
  • Donnerstag: auf den Rigger warten. Rigger kommt nicht. Kühlschrank abtauen und reinigen. Dem Rigger hinterher telefonieren und mailen.
  • Freitag: auf den Rigger warten. Nachmittags kommt das Großsegel zurück und wird angebaut. Der verrückte Bretone bekommt dabei einen Wutanfall, weil die dritte Reffleine nicht durch den Baum will. Am Ende wirft er uns den Rest vor die Füße und haut ab. Seinem Kollegen ist das extrem peinlich und er kommt später nochmal wieder und will Leinen aufräumen helfen.
    Der Rigger kommt auch heute nicht. Wir brauchen aber einen, um die Restinstallation für das dritte Reff hinzubekommen. Waldfee! Andere Inseln haben auch gute Rigger.
  • Samstag: Großeinkauf, Winsch warten, Leinen aufräumen
  • Sonntag: Deck und Cockpit sauber machen.

....und morgen hauen wir hier wieder ab!

Unser bretonischer Segelmacher bei der Arbeit
Unser bretonischer Segelmacher bei der Arbeit
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St. Lucia (03.01.2017 - 08.01.2017)

Ansteuerung Soufriere, St. Lucia. Rechts der "Petit Piton" und weiter rechts etwas angeschnitten "Gros Piton"
Ansteuerung Soufriere, St. Lucia. Rechts der "Petit Piton" und weiter rechts etwas angeschnitten "Gros Piton"

Das Wahrzeichen von St. Lucia sind die Pitons - zwei kegelförmige Berge direkt an der Küste, die rechts und links eine kleine Felsbucht einschließen; Überbleibsel eines Vulkankraters. St. Lucia ist geprägt von einer wunderbaren Berglandschaft mit Regenwald, Plantagen und Wasserfällen im Süden. Im Norden findet man jedoch eher anglo-amerikanischen Hoteltourismus. Da es erforderlich ist, am Tag der Ankunft im jeweiligen Land (die Insel ist selbständig) einzuklarieren, bietet es sich an, Soufriere im Süden als ersten Port of Entry zu wählen. Die Bürokratie ist hier allerdings sehr umständlich und teuer, man lässt die Leute gern warten und kassiert dann "overtime fee". In Soufriere gibt es eine gewisse Häufung von Yacht-Einbrüchen und man wird ziemlich bedrängt, irgendein Business zu machen. Wir verbringen daher den Abend an Bord und schließen nachts gut ab. 

Marigot Bay

Blick auf die schmale Ausfahrt der Bucht (links neben den Palmen)
Blick auf die schmale Ausfahrt der Bucht (links neben den Palmen)

Am nächsten Tag machen wir einen kurzen Sprung in die Marigot Bay. Diese Bucht ist ein "Hurricane Hole"; sie ist tief eingeschnitten und am Ende von Mangrovenwäldern umstanden und gilt aus diesem Grund als hurricansicherer Hafen. Es gibt einen kleinen, aber modernen Yachthafen, der auch Mooringbojen auslegt, an denen man gut liegen kann. Die Segler-Szene trifft sich täglich zur Happy-Hour an der Bar des Chateau Mygo (sie heißt - natürlich - "Hurricane Hole") und man kommt schnell ins Gespräch. Unter anderen treffen wir Andreas mit seiner "Milan" wieder, der uns bereits in Grenada angesprochen hatte. Ein ehemaliger Berufsschiffer, der viel zu erzählen hat. Ein interessanter Gesprächsanlaß ist auch immer wieder unser Elektro-Außenborder. Diese sind immer noch selten und es wird daher gern nachgefragt. Ein sehr interessanter Mensch ist der Ehemann der Inhaberin des Restaurants (im Bild ganz rechts). Ein älterer Gentleman aus Norwegen, der vor Jahren nach St. Lucia eingeheiratet hat. Als Kenner der Karibik konnte er uns einiges zu Kuba erzählen. Leider wenig erfreulich; seine Erfahrungen mit einer Privatyacht waren sehr negativ: er wurde wiederholt von der Obrigkeit drangsaliert, man ist mehrfach zu mehreren in dreckigen Stiefeln und mit Hunden auf sein Boot gekommen und hat alles auseinerander gerissen zur Inspektion. Wir werden uns zum Thema Kuba weiter umhören und eventuell auch darauf verzichten - sowas müssen wir uns nicht antun.

Die Händler in Holzbooten oder auch Surfbrettern in den Buchten sind wir lange gewohnt, aber dieser junge Mann hier hat vermutlich das größte Selbstbewusstsein der östlichen Karibik. Wir werden durch ein Ständchen eines Techno-Titels auf Noël (vermutlich trägt er deshalb noch die Weihnachtsmütze lange nach Weihnachten) aufmerksam, während er sich unserem Boot nähert. Zielsicher spricht er Silke an und verbittet sich Unterbrechungen durch Martin. Er möchte gern seine Bananen und Schalen aus geflochtenen Bananenblättern verkaufen. Beides macht einen guten Eindruck, eine Banane gibt er der Dame des Bootes (ganz Gentleman und kostenlos) zum Probieren und wir werden uns schließlich handelseinig. 

Ausflug zum "Millet Bird Sanctuary and Nature Trail"

Einen Vormittag verbringen wir auf dem "Millet Bird Sanctuary and Nature Trail". Man kann auf St. Lucia grundsätzlich nur mit einem Führer auf Trails gehen. In unserem Fall war dies Pamela vom Forestry Department, die sehr viel zu erzählen wusste und mit einer gewissen Eleganz durch den Regenwald schritt. Man stelle sich das wie folgt vor:

  • Wir: Wanderschuhe, kurze Hosen, Rucksäcke (Wasser, Traubenzucker, Regenjacken, überflüssiges Europäer-Gedöns...), totgeschwitzt, obwohl der Trail deutlich kürzer war, als wir dachten.
  • Sie: eine karibische Schönheit in engen lange Hosen (es ist Winter!), Wollsocken, Gummistiefel, langärmeligem, engen Top und ein Stockschirm, der als Wanderstock, zum Viecher aufscheuchen, zur Schlangenabwehr und womöglich auch gegen Regen zu gebrauchen war.


Diese kleine Landkrabbe fand es nicht gut, dass wir an ihr vorbeigehen wollten und drohte uns mit winkenden Zangen. Angst!
Diese kleine Landkrabbe fand es nicht gut, dass wir an ihr vorbeigehen wollten und drohte uns mit winkenden Zangen. Angst!

Rodney Bay

Unsere letzte Station auf St. Lucia ist Rodney Bay in Norden. Hier gehen wir nur aus Neugierde hin, weil wir die Bucht/Marina nicht kennen, aber wissen, dass es dort viel Infrastruktur gibt. Rodney Bay Marina ist ein sehr britisch geprägter Yachthafen und hat etwas Disneyland-Charaker. Hier ist auch der Zielpunkt des ARC und wir haben uns gewundert, wie viele Schiffe mit ARC-Flagge im Januar noch im Hafen liegen.

Wir testen die Mooringbojen in der inneren Lagune, weil es draußen in der großen Bucht ziemlich bläst und unser Dinghy-Motor seine Grenzen hat. Wir liegen drinnen sehr ruhig, kein Schwell und halten den Platz für ideal, falls es mal Probleme mit Seekrankheit geben sollte und man keinen Hafenplatz zur Übernachtung bekommt. Die Lagune war halbleer und sehr friedlich, auch wenn die Aussicht wegen der umstehenden Häuser für die Gegend eher durchschnittlich ist. 

Pigeon Island

Wir investieren einen Tag für einen Ausflug nach Pigeon Island - eine Halbinsel, die zugleich Park und Freiluftmuseum ist. Dazu ein herrliches Zitat aus dem Doyle: "In the old days, when Europeans entertained themselves by sailing around in wooden boats taking potshots at each other, Pigeon Island was the main base for the British navy in this area." 

Damit wäre alles gesagt. Natürlich gibt es auch dort eine nette, recht abgerockte Bar mit einer Kunstaustellung ("Jambe de Bois"). Auch ein schöner Platz!

Auf dem Grundstück steht das alte "Interpretation Center". Das Gebäude steht leer, eine Info-Tafel teilt mit, dass in 2017 ein Neubau erfolgen soll. Uns ist nicht so ganz klar, warum man das schön gelegene Gebäude nicht saniert - oder vermietet. Es wäre ein großartiger Platz für ein Restaurant oder eine Bar mit einer Terrasse direkt an den alten Ruinen der britischen Garnison und Meerblick.

Auf dem Gebäude ist eine "Pilot-Anlage" (!) für Photovoltatik, erbaut 2003 (!). Gefördert durch EU-Mittel, die beim Banana Industry Trust St. Lucia bestimmt in den besten Händen waren.

St. Vincent (02.01.2017 - 03.01.2017)

Der Weg von den kleinen Grenadinen nach Norden führt zwingend an St. Vincent vorbei. Dies ist eine der größeren Inseln in der Gegend mit vulkanischem Gebirgsrücken, Regenwald, Wasserfällen, sehr ursprünglich und idyllisch. Leider hat St. Vincent einen recht schlechten Ruf in Bezug auf Kriminalität. In den vergangenen Jahren wurden mehrfach Yachten überfallen, bei denen sogar schon Menschen ums Leben kamen. Also überlegt man es sich, ob und wo man dort einen Zwischenstopp einlegt. Für die Insel spricht, dass es wirklich einige sehr schöne Plätze gibt, an denen sich die Leute  bemühen einen netten und sicheren Platz für Yachten zu schaffen. Wir entscheiden uns, uns zumindest Wallilabou mal anzusehen.

Wallilabou

Galgen und Kanone: Originalrequisiten aus "Fluch der Karibik" - im Hintergrund der Steinbogen, in dem im Film die Piraten aufgeknüpft waren
Galgen und Kanone: Originalrequisiten aus "Fluch der Karibik" - im Hintergrund der Steinbogen, in dem im Film die Piraten aufgeknüpft waren

In dieser Bucht wurden Teile aus "Fluch der Karibik" gedreht und so sieht es dann auch aus. Die Bucht ist recht klein und hat bis auf einen Mini-Strand tiefes Wasser. Wir schaffen es, eine der wenigen Mooring-Bojen zu ergattern, die vom Restaurant in der Bucht ausgelegt wurden. Da man ordentlich Schwell hat und die Schiffe sehr dicht nebeneinander liegen, muss zusätzlich mit Heckleinen festgemacht werden. Dafür gibt es Helfer, die dies für einige EC (East Caribbean Dollar) gern tun. Die Leute wissen ziemlich gut, wie sie eine Menge Yachten in ihrer kleinen Bucht einparken, aber wir finden es insgesamt etwas abenteuerlich. Der Dinghy-Steg jedoch ist wirklich abschreckend, er liegt voll in der Brandung und ist schlecht zu erklettern. Das Restaurant organisiert immerhin einen Security-Service, der ein Auge auf Dinghies und Schiffe hat. Wir schließen gut ab und verbringen eine halbwegs ruhige Nacht, nachdem wir tagsüber die besondere Szenerie dieses Platzes aufgenommen haben und lecker creolisch essen waren.

Fazit: Wallilabou ist doch etwas runtergekommen, aber die Leute vom Restaurant sind sehr hilfreich und man kann dort nachmittags in Ruhe ausklarieren und in direkter Nachbarschaft anderer Yachten auch halbwegs sicher liegen. Und am nächsten Morgen ist der Sprung nach St. Lucia nicht mehr weit!

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Silvester auf Bequia (30.12.2016 - 02.01.2017)

Bequia

Admirality Bay

Die Admirality Bay auf Bequia ist quasi eine Institution in den Grenadinen. Es ist eine sehr große Bucht, jede Menge Yachten aus aller Welt, quasi einer DER Treffpunkte für Segler. Wir verzichten diesmal dankend auf eine der Mooring-Bojen (es gab da gewisse schlechte Erfahrungen...) und ankern. Das gestaltet sich etwas hakelig, weil der Untergrund steinig ist und es heftige Windböen gibt. Und tatsächlich verkantet sich unser Jambo-Anker beim ersten Versuch. Nachdem wir merken, dass der Anker nicht hält und das Ankermanöver wiederholen wollen, stellt sich heraus, dass auf dem Anker ein ordentlich großer, exakt "Jambo-förmiger" Stein liegt (leider, leider haben wir kein Foto davon, das glaubt uns doch keiner!).

Das ist ein größeres Problem, da es verhindert, dass sich die Ankerfluken im Untergrund eingraben können und  der Anker nicht halten kann. Während wir noch überlegen, was wir jetzt machen, kommt zufällig Kerry mit seinem Dinghy vorbei. Er betreibt auf Bequia den KMS Marine-Service und hilft uns sofort, den Stein vom Anker zu bekommen. Glück gehabt!

Der Weg in die Stadt

Wir ankern "um die Ecke" vor Tony Gibbons Beach. Um in die Stadt zu kommen, müssen wir einen abenteuerlichen Fußweg nehmen, der um eine Felsnase herum und über einen kleinen Berg durch Urwald führt. Sehr spannend, aber nachts braucht man definitiv eine Taschenlampe. Näher am Ort wird der Weg besser, führt aber weiter direkt am Wasser entlang.

Dinghy Docks in Admirality Bay

Silvesterabend

Den Silvesterabend verbringen wir im Restaurant "The Fig Tree" mit einem creolischen BBQ und richtig guter Lifemusik. Mitternacht machen wir auf dem Schiff gespannt eine Flasche Sekt auf und sind gespannt, ob irgendwas besonderes passiert. Tatsächlich gibt es ein wunderbares professionelles Feuerwerk zu sehen. Kleine Unsitte unter Seglern: viele scheinen nichts dabei zu finden, das neue Jahr mit (altem) Signalfeuerwerk zu begrüßen; hauptsächlich rote Seenot-Fallschirm-Leuchtraketen. Merke: Silvester besser nicht in Seenot geraten....

Sonntagnachmittag ist im Frangipani immer Calypsomusik von einer Jugend-Steelband. Die Kinder spielen wirklich super und alle Welt kommt vorbei zum Zuhören.

Wir treffen beim Zuhören ein sehr distinguiertes britisches Ehepaar aus Cornwall, denen offenbar eine diese unglaublich großen und schönen Yachten gehören, mit denen sich die Briten gern sehen lassen. Er wird demnächst 90 Jahre alt, segelt aber immer noch. Beide waren schon 1977 das erste Mal in der Gegend. Sehr interessante Leute!

Port Elizabeth

Port Elizabeth, an der Admirality Bay gelegen, haben wir früher immer schon gern besucht. Nettes Ambiente, hübsche kleine Läden und natürlich der unverzichtbare Bequia Book Shop, der unbedingt besucht werden musste!

Und dann war da noch die Sache mit der Apotheke. Pharmacy. Uns fehlte etwas in der Bordapotheke und daher haben wir uns auf die Suche gemacht. Es gibt am Ort genau eine Pharmacy, die immer dann aufhat, wenn der Apotheker Zeit hat. Wann das ist, hängt draußen aus. Und dann kommt er manchmal auch noch zwischendurch vorbei, beispielsweise Silvesterabend um 19 Uhr, wenn der Gottesdienst vorbei ist. Das wissen die Einheimischen und stellen sich dann geduldig vor die Tür. Wir haben uns einfach angeschlossen, und siehe da, der Mann und sein komplettes Verkaufspersonal kamen tatsächlich noch (wenn auch eine Stunde später als angekündigt) und haben alle Wartenden versorgt. 

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Union Island und Mayreau (27.12.2016 - 29.12.2016)

Salt Whistle Bay, Mayreau
Salt Whistle Bay, Mayreau

St Vincent and the Grenadines

Nördlich von Grenada und Carriacou liegen die Grenadinen (nomen est omen), die wir von mehreren Chartertörns mit unseren Freunden schon öfter heimgesucht haben.

Diese kleinen, sämtlich zauberhaft schönen und ursprünglichen Inseln liegen sehr dicht zusammen, so dass der Sprung zur jeweils nächsten Insel mit dem Boot in wenigen Segelstunden geschafft ist. Traumstrände, Palmen und türkisfarbenes Wasser sind die Aushängeschilder des Reviers. Vermutlich ist dies auch der ursprünglichste Teil der Karibik, weiter im Norden gibt es mehr Infrastruktur, es wird kommerzieller und letztlich auch teurer. Wir werden noch sehen, ob sich das so bestätigt.

Die Grenadinen sind inzwischen aber inzwischen kein Geheimtipp mehr, sprich: zwischen Weihnachten und Neujahr boxte dort der sprichwörtliche Papst. Es war schlichtweg verdammt voll dort! Es war recht deutlich zu sehen, dass sich doch viele Leute einen Weihnachtsurlaub in der Karibik gönnen.

Union Island

Von Carriacou kommend suchen wir den nächstgelegenen "Port of Entry" in St Vincent and the Grenadines auf. Union Island hat im kleinen Inselflughafen von Clifton eine Möglichkeit, die Einreiseformalitäten abzuwickeln. Auf dem Flughafen ist wenig los, als wir ankommen, pro Tag fliegen nur wenige zweimotorige Maschinen, hauptsächlich zu den Nachbarinseln.

Clifton ist immer noch ein netter Ort. Die Bucht bietet ausreichend Platz in einem von Riffen umgebenen Bojenfeld, an Land findet sich einen kleiner Marktplatz mit farbenfrohen Obstständen und die Hauptstraße mit charmantem lokalem „Business“.

Es gibt das "Kings Landing Hotel" (das unserer Erinnerung nach schon vor Game of Thrones so hieß), die Reggae Lounge und den kleinen Laden für Marine-Zubehör, in dem wir vor einigen Jahren mal einen verlorenen Bootsmannshaken auf dem Charterboot ersetzt haben. Der Inhaber des Ladens hatte damals keinen zur Hand, hat uns aber einen mal eben aus einem Besenstiel und einem Kunststoffhaken gebastelt. Vermutlich fährt irgendwo immer noch ein Charter-Kat mit diesem Haken durch die Gegend.

In unserer Wahrnehmung werden wir aber deutlich mehr als früher bedrängt, Dinge zu kaufen oder irgendwelche Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Jedenfalls können wir gar nicht so viel Obst essen, wie man uns verkaufen will. Sorry, Leute!

Diese Jungs hier standen über uns auf der kleinen Brücke rechts im Bild, als wir mit unserem Dinghy drunter durch fuhren. Sie haben sich ziemlich einen gefeixt, und wir können nur vermuten, welchen Streich sie uns gespielt haben.

Chatham Bay

Schon seit längerer Zeit wollten wir außer Clifton auch mal die Nordwestseite von Union Island kennenlernen. Also los! Die dort liegende Chatham Bay ist traumhaft schön und bietet viel Platz, doch heult der Wind in Böen übers Schiff. Aus diesem Grund wird von allen mit ziemlich viel Abstand und extra langer Kette geankert.

Blöderweise haben wir uns dort Obst und Gemüse aufschwatzen lassen, Dieses wurde dann extra für uns aus Clifton geholt und wir haben sprichwörtlich mal wieder Lehrgeld bezahlt. Aber die Ananas war super!

 

Salt Whistle Bay, Mayreau

Die Salt Whistle Bay auf Mayreau stand schon lange auf der Liste, aber bisher waren alle früheren Versuche, auf unseren Chartertörns dort anzuhalten daran gescheitert, dass die Bucht immer gesteckt voller Yachten war. Die Bucht ist traumhaft schön, hinter dem bogenförmigen Strand kommt ein schmaler Streifen Land, dahinter liegt wieder Strand in Richtung der Tobago Cays (auf dem Bild einigermaßen zu erkennen).

 

Diesmal sind wir früh genug dran, wir fahren rein und erwischen den richtigen Moment, als ein anderes Boot gerade seine Festmacherboje verlässt.

Bilderbuch-Karibik wie auf der Postkarte, aber leider voller Freizeitkapitäne. Wir beobachten haarsträubende Ankermanöver am laufenden Meter, mitten im engen Bojenfeld. (Den Vogel schießt Skipper Philip aus New York City ab, der den Anker seines Kats ca. 4 m querab wirft und etwa 8 m Kette steckt. Da wir an einer Boje liegen, ist Ärger unserer Meinung nach vorprogrammiert. Nach etwas Diskussion gibt Philip noch etwas Kette, und der Bug seines Kats ist immerhin nicht mehr in Sprungreichweite hinter unserem Heck.)

 

Die Szenerie entschädigt dann aber für einiges.

Wir atmen tief durch (ommm), verpacken etwas Geld wasserdicht in der Badebekleidung, schwimmen zum Strand und entern nach einem kleinen Spaziergang „The Last Bar Before The Jungle“. Dort lernen wir Thomas und Tanja aus Österreich kennen, die auf ihrer Adrienne Urlaubs- und Ausbildungstörns (auch über den Atlantik) organisieren. Der Nachmittag wird feuchtfröhlich, und wir sind nach ungezählten Rumpunschen froh, dass die beiden uns mit ihrem Dinghy zurück zu unserem Boot fahren, wo es noch einen winzigkleinen Absacker gibt…

"The Most Dangerous Dinghy Dock of the World"

Ein Highlight für sich ist der Dinghy-Steg der Bucht (das kleine Suzumar Dinghy links ist unseres). Die ganze Konstruktion ist wackelig, Planken fehlen oder sind morsch.

Wir konzentrieren uns kurz und benutzen ihn trotzdem, gaaanz vorsichtig, und immer schön außen auf den tragenden Querbalken balancieren...!

 

Als wir den Steg verlassen, meint ein Einheimischer im Vorbeigehen zu uns "This is the most dangerous Dinghy Dock of the world!".


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